Heilpädagogik
Frühberatung
Schon in den ersten Lebensjahren, manchmal schon den ersten Lebensmonaten können entscheidende Hilfen für Kinder mit Entwicklungsstörungen oder –verzögerungen gegeben werden. Neben den heilpädagogischen, ärztlichen und therapeutischen Massnahmen für das Kind selbst ist die Beratung und Unterstützung der Eltern ein wichtiger Bestandteil.
Heilpädagogische und integrative Kindergärten
Die heilpädagogische Förderung geschieht hier in der Gemeinschaft mit anderen Kindern. Die Anregungen für die Entwicklung eines Kindes kommen aus einer gestalteten Umwelt, die Anregungen z.B. durch das heilpädagogische Spiel und durch therapeutische Angebote bietet.
Heilpädagogische Schulen, Kleinklassenzüge und Integrationsschulen
Die heilpädagogischen Schulen vermitteln einen Bildungsgang auf der Grundlage der Waldorfpädagogik. Er zeichnet sich aus durch Altersgemässheit der Inhalte, Vertiefung des Lehrstoffes in Epochen und Lernen im Wechsel zwischen Klassengemeinschaft und individueller Förderung. Diese umfasst auch medizinische und therapeutische Betreuung. Heilpädagogische Schulen gibt es in unterschiedlichen Konzeptionen: als Heilpädagogische Tagesschulen, als Kleinklassenzüge an Waldorfschulen, als Schulen in Heimen und als integrative Schulen.
Schulgemeinschaften, Heimsonderschulen, Institute für Seelenpflege-bedürftige Kinder
Sie sind für Kinder bestimmt, die aufgrund ihrer persönlichen, familiären oder sozialen Umstände eine ganzheitliche Betreuung, Förderung und Lebensgestaltung brauchen. Hier wirken Lebensbereich (Heim), Schule und Therapie eng zusammen und bilden eine funktionale, soziale und methodische Einheit.
Ambulante Heilpädagogik
Hier werden Kinder mit Entwicklungsstörungen, Schulproblemen und seelischen Schwierigkeiten mit dem Ziel betreut und gefördert, sie im Regelkindergarten oder ihrer Regelschule und ihrer Familie belassen zu können.
Sozialtherapie
Lebensgemeinschaften für Erwachsene
Sie bieten eine ganzheitliche Lebensgestaltung, in der Wohnen, Arbeit, Freizeit und kulturelles Leben miteinander verbunden sind. Viele dieser Einrichtungen sind Gemeinschaften von behinderten und nichtbehinderten Menschen. Als eigenständige Lebensform haben sie die Aufgabe, sich als Subsystem mit ihrer Umwelt zu vernetzen, aber insbesondere auch das Anliegen, die individuellen Lebensumstände ihrer einzelnen Bewohner zu unterstützen. Einrichtungen dieser Art finden sich sowohl im städtischen wie im ländlichen Umfeld.
Arbeitsbereich Tageswerkstatt
Sie bietet Arbeitsmöglichkeiten in der Herstellung von Produkten, die ästhetischen Wert und Gebrauchsfähigkeit miteinander vereinbaren und deren Herstellungsprozesse den Menschen entsprechen, die sie produzieren. Sie führen die mitarbeitenden Menschen zu einem sozialen Organismus zusammen. Neben verschiedenen Produktionsbereichen gibt es auch therapeutische Angebote und die Möglichkeit zur Weiterbildung.
Wohngemeinschaften und Betreutes Wohnen
Sie verbinden die Unterstützung in der Selbstversorgung mit dem Zusammenleben mit anderen. Menschen, die selbständiger leben möchten und können, finden im Betreuten Wohnen individuelle und soziale Unterstützung.
Neben der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen gibt es auch Angebote für Suchthilfe, Sozialpsychiatrie und andere Felder sozialer Arbeit.