12. Juni bis 3. Oktober 2010
MATTHEW BARNEY: Prayer Sheet with the Wound and the Nail
Schaulager, Münchenstein / Basel
Drawing Restraint 17 erzählt von einer jungen Frau, die vom Goetheanum hinunter zum Schaulager geht. Dieser äusserliche Weg ist gleichsam auch die Erzählung des innerlichen Wegs, vom Abstieg und Aufstieg im Lichte verschiedener Epochen.
"(…) Die Drawing Restraint-Reihe umfasste bis anhin 16 Teile. Das so genannte Drawing Restraint Archiv umschliesst die aus den Performances hervorgegangene Skulpturen, Schauvitrinen, Videos und Zeichnungen. Diese, sowie 3 monumentale Skulpturen, treten in einen Dialog mit über 70 Kunstwerken der nördlichen Renaissance (z.B. von Martin Schongauer, Urs Graf, Lucas Cranach und weiteren mehr). Im Rahmen der Ausstellung, die nur im Schaulager zu sehen ist, werden zudem zwei neue Arbeiten von Matthew Barney der Öffentlichkeit vorgestellt: Drawing Restraint 17 und Drawing Restraint 18, die im Mai 2010 exklusiv geschaffen worden sind." Pressetext, Schaulager Basel
"So wie die Kunst des Mittelalters aus dem Leib Christi ein ganzes Panorama spiritueller Rückschlüsse zog, hat auch Matthew Barney seinen eigenen Leib und die Körper anderer dazu verwendet, um eine säkulare Theologie künstlerischen Schaffens zu entwickeln. Matthew Barney: Prayer Sheet with the Wound and the Nail führt die beiden Traditionen zusammen, die durch die Ikonografie und Glaubenssysteme eines halben Jahrtausends getrennt sind. Indem sie einen Dialog zwischen den Meistern der Renaissance nördlich der Alpen und den Skulpturen, Videos und Zeichnungen des Drawing Restraint Archivs eröffnet, präsentiert die Ausstellung eine Sicht des Körpers samt den Geschichten der ihm auferlegten Beschränkungen und Leiden, als Urquell aller – weltlichen und religiösen – Versuche, die Grenzen unseres Seins zu überwinden. (…) Die Konfrontation von Werken mit der Drawing Restraint Serie erfolgt weniger in der Absicht, Parallelen zwischen Säkularem und Religiösem, Sakralem und Profanem zu ziehen, als einen Dialog zwischen den inneren und äußeren Einschreibungen des Fleisches und unserem Ringen, diese auf die Welt zu projizieren, zu eröffnen. (…)" Neville Wakefield, Kurator der Ausstellung

- Blick in die Ausstellung, Vitra Design Museum, Foto: Marek Kruszewski
Rudolf Steiner -
Die Alchemie des Alltags
Mario Merz · Joseph Beuys · Tony Cragg · Helmut Federle · Giuseppe Penone · Anish Kapoor · Olafur Eliasson · Spencer Finch · Katharina Grosse · Carsten Nicolai · Jan Alber · Meris Angioletti · Manuel Graf · Simon Dybbroe Moller · Bernd Ribbeck
Noch nie wurde der „Kosmos Steiner“ so umfangreich dargestellt wie durch die beiden Ausstellungen „Rudolf Steiner und die Kunst der Gegenwart“ und „Rudolf Steiner - Die Alchemie des Alltags“. Das zweiteilige Großprojekt greift ein Phänomen auf, das bisher noch wenig Beachtung fand, aber zu einem der spannendsten Kapitel der modernen Kunst und Geistesgeschichte gehört: Bedeutende Künstler, angefangen von Wassily Kandinsky über Piet Mondrian bis zu Joseph Beuys, haben sich immer wieder mit der universellen Ideenwelt von Rudolf Steiner beschäftigt und daraus wertvolle Impulse für ihre Arbeit bezogen. Mit Beginn des 21. Jahrhunderts erhält diese Verbindung durch das steigende Interesse von Gegenwartskünstlern an Steiner eine neue Brisanz. Gleichzeitig erlebt das ganzheitliche Weltbild wie das von Steiner vor dem Hintergrund lebhafter Debatten über ökologische Verantwortung, religiöse Sinnsuche und über ein aus den Fugen geratenes Wirtschaftssystem wieder stärkere Beachtung. Pressetext Vitra Design Museum

Eine Ausstellung des Vitra Designs Museums in Kooperation mit dem Kunstmuseum Wolfsburg und Kunstmuseum Stuttgart.
13. Mai verlängert bis 21. November 2010,
05. Feb. – 22. Mai 2011,
Sep. 2011 – März. 2012,



