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07. Februar 2012

Großer Erfolg

1. Kongress "Integrative Therapie des Mammakarzinoms"


06. Februar 2012

Weleda steht vor grossen Herausforderungen

Der Verwaltungsrat der Weleda AG und ihre Hauptaktionäre bilden Taskforce angesichts notwendiger Strukturanpassungen


04. Februar 2012

Februar - Ausgabe der “Schweizer Mitteilungen”

Mitteilungen aus dem anthroposophischen Leben in der Schweiz - Ausgabe Nr. II - 2012






    150 Jahr Anthroposophie

    27. Februar, 2011




    Eine umfangreiche Übersicht anthroposophischer Veranstaltungen auf rudolf-steiner-2011.com und hier:

    anthroTermin

    Rudolf Steiner: Denker in Farben und Formen

    von Walter Kugler, in  Kunstmagazin.de, anlässlich der Ausstellung:

    Rudolf Steiner und die Kunst der Gegenwart 

    Eine Ausstellung des Kunstmuseum Wolfsburg in 
    Kooperation mit dem Kunstmuseum Stuttgart

     Weitere Pressemeldungen zu diesen Ausstellungen.

    “Wir leben nun einmal in einem Zeitalter, in dem sich alles Alte ausgelebt hat, in dem fast in allen Zweigen des menschlichen Lebens und Daseins neue Keime nötig sind.” Mit diesen Worten appellierte Rudolf Steiner gegen Ende des Ersten Weltkrieges an das Kreativitätspotenzial seiner Zuhörer und tat dies genau so engagiert, wie er es zuvor schon in seinen philosophischen Frühschriften, insbesondere seiner “Philosophie der Freiheit” getan hat und später in seinen Vorträgen über das Verhältnis von Mikrokosmos und Makrokosmos, das nachtodliche/vorgeburtliche Leben oder über Pädagogik und gesellschaftspolitische Fragen tun wird. …

    (Für Rudolf Steiner), aus einem sehr bescheidenen Elternhaus in Niederösterreich stammend, stand die Kunst zunächst nicht gerade ganz oben auf seiner Tagesordnung, was sich aber mit seinem Weimarer Aufenthalt gründlich ändern sollte. Schon bald zählten zu seinen engsten Freunden der Liszt-Schüler Conrad Ansorge, der Maler und spätere Bauhaus-Meister Otto Fröhlich und die Schriftstellerin Gabriele Reuter. Nächtelange Debatten über Kunst und Ästhetik bewegten die Gemüter, wobei Steiner immer wieder mit neuen Sichtweisen zu überraschen wusste, so z. B. mit der Überlegung, dass die Ästhetik, “die von der Definition ausgeht: das Schöne ist ein sinnliches Wirkliches, das so erscheint, als wäre es Idee, noch nicht besteht”, der er noch im selben Atemzug hinzufügte: “Sie muss geschaffen werden.”
    Ab 1897 in Berlin, bewegte sich Steiner zielsicher im Milieu der “literarischen Moderne” und stand als Redakteur des “Magazin für Literatur” in engem Kontakt mit zahlreichen Schriftstellern, darunter Paul Scheerbart, Peter Hille, Else Lasker-Schüler, Frank Wedekind und Rilke. “Kunst ist einmal das Göttliche nicht als solches, sondern in der Sinnlichkeit. Und Letztere als solche, nicht das Göttliche, muss gefallen”, hatte Steiner einige Jahre zuvor einen Jugendfreund belehrt und diktierte in der Folgezeit diese Grundhaltung in Schrift und Wort in mannigfachen Variationen in das Gästebuch seiner Zeit. Unter den immer zahlreicher  werden Zuhörern seiner Vorträge, die er im Rahmen der Theosophischen, später Anthroposophischen Gesellschaft sowie öffentlich gehalten hat, waren Richard Neutra, Jawlensky und Johannes Itten ebenso wie Franz Kafka, Max Brod und Albert Einstein. Inspiriert von Steiners kosmologischen Deutungen der Goethe’schen Farbenlehre unter Verwendung einzelner Motive aus dem “Faust” während eines im Berliner Architektenhaus gehaltenen Vortrages malte Kandinsky die Ariel-Szene: Faust und neben ihm Ariel, der sich sylphischen Wesen zuneigt, im Hintergrund ein Regenbogen, gleichsam ein Abglanz der Sonne, “von der Lebensströme ausgehen, so mächtig, dass wir sie nicht aushalten könnten, wenn sie nicht paralysiert würden durch die Mondenkräfte”. Später wird Kandinsky in seiner Komposition IV “eine Art Programmbild der theosophischen Erkenntnisgewinnung höherer Welten” malen, so Hubertus Gassner in seinem Essay “Abstraktion als Erlösung – Kandinsky und die Theosophie”.
    Mit der Errichtung eines Festspielhauses (Goetheanum) auf einem Jurahügel in Dornach bei Basel wurde seine eng sich an Goethe anlehnende Ästhetik unmittelbar sichtbar. Die mächtigen Kuppel-Innenräume gestaltete er mit Deckenmalereien, auf denen die gesamte Kulturentwicklung der Menschheit als grandioses Bildwerk erschien. Plastische Arbeiten, von der Gestaltung der Säulenkapitelle und Architrave bis hin zu Treppengeländern und Heizungsverkleidungen vermittelten ein neues Raumerlebnis und eine Formsprache, die später als eine organische bezeichnet wurde. Dass er zur gleichen Zeit auch eine neue Bewegungskunst, die Eurythmie, entwickelte, steht ohne Zweifel in einem engen Zusammenhang mit seinen plastischen baukünstlerischen Arbeiten, hat er die Eurythmie doch verschiedentlich auch als bewegte Plastik bezeichnet. Rund um diesen weithin sichtbaren Doppelkuppelbau gruppierte er ein Ensemble von mehr als zehn weiteren Zweck- und Wohnbauten (Heizhaus, Verlagshaus, Wohnhaus Duldeck), die in den Jahren 1913 bis 1924 realisiert wurden. Höhepunkt seiner Bautätigkeit ist zweifellos der nach seinem Plastilinmodell ganz in Beton ausgeführte zweite Goetheanum-Bau, der den Verlust des ersten Goetheanum, das aufgrund einer Brandstiftung in der Silvesternacht 1922/23 völlig zerstört worden war, kompensierte und mit dem er sich in die Chronik der großen Architekten des 20. Jahrhunderts eingetragen hat. …

    Prof. Dr. Walter Kugler ist Leiter des Rudolf Steiner Archivs in Dornach bei Basel und Prof. of Fine Art an der Brookes University Oxford.


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    Wandtafelzeichnungen

    Es war in der Zeit des Ersten Weltkrieges, als eine Zuhörerin und Zuschauerin die Initiative ergriff, die Tafeln vor Beginn des Steiner-Vortrages mit schwarzem Karton zu bespannen. Diesem Umstand - oder diesem Kunstgriff - ist es zu verdanken, daß etwa 1100 Vortrags-Bilder erhalten geblieben sind: großformatige, schwarze Pappen, darauf weiße und farbige Kreide­striche und -flächen, allesamt Zeugnisse aus einer "pädagogischen Provinz", die sich von keinen Grenzen umstellt oder beengt sah. Konserviert und aufbewahrt wurden sie in den Magazinen des Rudolf Steiner Archivs der Nachlaßverwaltung in Dornach bei Basel.

    zu dieser Tafel gehört folgende Textstelle:

    "Bei gewöhnlichem Denken blickt man lediglich bis zum Spiegel seines Inneren, also da hin, wo sich die Dinge der Außenwelt im Inneren spiegeln. Beim imaginativen Denken blickt man hinter den Spiegel. Dort finden wir nicht dasselbe wie in der äußeren Natur; Hier ist das tote Denken (rechts), auch das abstrakte Denken genannt, und dort (links) haben wir das lebendige Denken. Und im lebendigen Denken sind Gedanken selbst Kräfte."

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