HomeÜber UnsKontakt

19. Mai 2012

Freie Schulen durch Innovationen erfolgreich

Waldorfschulen kindgerechtes Lernen bescheinigt: Prof. Heiner Barz im ZEIT-Gespräch mit Bildungsökonom Prof. Manfred Weiß


17. Mai 2012

Insight

Neues berufsbegleitende Studium in Anthroposophie


16. Mai 2012

Finanzierung

Verband der Projektmanager finanziert Stipendien für Studenten der Alanus Hochschule / Angehende Prozessarchitekten ausgezeichnet



    Terminankündigungen Juni 2012
    Fr, 01 Jun 2012 bis Sa, 30 Jun 2012
    Venustransit 2012
    Di, 05 Jun 2012 bis Mi, 06 Jun 2012
    Jugend Anthroposophie
    Fr, 08 Jun 2012 bis So, 10 Jun 2012




    150 Jahr Anthroposophie

    27. Februar, 2011




    Eine umfangreiche Übersicht anthroposophischer Veranstaltungen auf rudolf-steiner-2011.com und hier:

    anthroTermin

    Manifest für eine Lebens-Landwirtschaft

    Das Manifest für eine Lebens-Landwirtschaft wurde Anfang des Jahres 2001 vom Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise e.V. in Darmstadt erarbeitet und im gleichen Jahr auf der Biofach in Nürnberg erstmalig vorgestellt. Am 7. Juni 2001 wurde das Manifest für eine Lebens-Landwirtschaft der Zukunft in DIE ZEIT mit dem unten stehenden Inhalt veröffentlicht. Das von über 20.000 Menschen unterschriebene Manifest wurde im Februar 2002 der Verbraucherschutz- und Landwirtschaftsministerin Frau Renate Künast zur Orientierung der Agrarwende überreicht.

    Veröffentlichung in DIE ZEIT vom 7. Juni 2001:

    "Liebe Verbraucherschutz- und Landwirtschaftsministerin Frau Künast, über 11.000 Menschen haben bislang dieses Manifest unterzeichnet und überreichen Ihnen dieses hiermit zur Orientierung der Agrarwende.

     

    Manifest
    Die BSE-Krise zeigt überdeutlich, wohin die Industrialisierung der Landwirtschaft führte. Jetzt ist höchste Zeit für eine umfassende Agrar-Wende: In der Landwirtschaft wirtschaftet der Mensch mit dem Leben - mit Tieren, Pflanzen und dem Boden. Die Landwirtschaft der Zukunft muss eine Lebens-Landwirtschaft sein, die geprägt ist vom Respekt vor dem Lebendigen und die als Teil des Ganzen im Einklang mit den Kräften des Lebens handelt.

     

    Lebens-Landwirtschaft bedeutet:
    Unsere Haustiere begreifen wir als Mitgeschöpfe, die ihre eigene Würde haben. Sie schenken uns einen Nutzen, wenn wir sie mit Respekt vor ihrem eigenen Wesen achtsam halten, füttern und pflegen. Das Haustier hat typische Verhaltensweisen des Wildtieres abgelegt. Zähmen heißt, vertraut machen. In Schutz und Pflege des Menschen kann es angstfrei leben und seine Entwicklungsfähigkeit behalten.

    Kulturpflanzen schöpfen ihre Qualitäten als Lebensmittel aus belebtem, fruchtbaren Boden und der intensiven Beziehung zur Sonne als der prominentesten Vertreterin des Kosmos. Züchtung auf Samenechtheit, feinstofflich präparierter organischer Dünger der hofeigenen Haustiere sind Voraussetzungen für eine vitale und charaktervolle Pflanzen-Entwicklung.

    Der Boden ist ein lebenspendendes Organ der Landwirtschaft. Mit gezielter Pflege kann die Bodenfruchtbarkeit sogar vermehrt werden. Aus einem fruchtbaren Boden geht alles Leben hervor. Boden ist - so gesehen - das einzig echte Kapital der Menschheit.

    Dem Menschen gelingt es, sich innerhalb dieser Zusammenhänge ganzheitlich zu entfalten, soziale Gemeinschaften zu bilden, sich die Arbeit zu teilen und sie als lebenserfüllenden, kreativen Prozess zu gestalten.

    Lebens-Landwirtschaft ist von sich aus regional - und das in allen Teilen der Welt. Sie knüpft an handwerkliche Traditionen an. Technik wird dort bewusst eingesetzt, wo sie ihren Zielen dient und dem Lebendigen nicht schadet.

    Lebens-Landwirtschaft bringt Lebensmittel hervor, die den Menschen in seiner Entwicklung positiv unterstützen. Sie ernähren nicht nur mit ihren Stoffen, sondern auch durch ihre Kräfte. Sie werden dort angeboten, wo Handelsstrukturen kooperativ und verbrauchernah sind. Ihre gesellschaftliche Wertschätzung führt zur Akzeptanz angemessener, ehrlicher Preise.

    Lebens-Landwirtschaft braucht eine Lebens-Wissenschaft, um sich optimal entfalten zu können. Diese Lebens-Wissenschaft geht dem Wesen des Lebens auf dem Grund. Sie ergänzt und bereichert die heute stark materiell geprägte Naturwissenschaft um eine kultur- und geisteswissenschaftliche Dimension.

    Wir, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner, unterstützen dieses Manifest und fordern die Verantwortungsträger und Handelnden in Gesellschaft, Wissenschaft und Politik nachdrücklich dazu auf, die Agrarwende hin zu einer Lebens-Landwirtschaft zu vollziehen!

    Bis 1. Juni 2001 haben 11.526 Menschen unterschrieben."

     

    Unterstützen Sie dieses Manifest und fordern die Verantwortungsträger und Handelnden in Gesellschaft, Wissenschaft und Politik nachdrücklich dazu auf, die Agrarwende hin zu einer Lebens-Landwirtschaft zu vollziehen!