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07. Februar 2012

Großer Erfolg

1. Kongress "Integrative Therapie des Mammakarzinoms"


06. Februar 2012

Weleda steht vor grossen Herausforderungen

Der Verwaltungsrat der Weleda AG und ihre Hauptaktionäre bilden Taskforce angesichts notwendiger Strukturanpassungen


04. Februar 2012

Februar - Ausgabe der “Schweizer Mitteilungen”

Mitteilungen aus dem anthroposophischen Leben in der Schweiz - Ausgabe Nr. II - 2012






    150 Jahr Anthroposophie

    27. Februar, 2011




    Eine umfangreiche Übersicht anthroposophischer Veranstaltungen auf rudolf-steiner-2011.com und hier:

    anthroTermin

    Rückblick Tagung 2009

    Bericht von der Landwirtschaftlichen Tagung in Dornach

    vom 3.-7. Februar 2009


    Der Landwirtschaftliche Kurs - Wie lebe ich mit dieser Inspirationsquelle?


    Es kann als Wagnis erscheinen, ein nun fast 85 Jahre zurückliegendes Ereignis als Ausgangspunkt und Inspirationsquelle einer ganzen Tagung zugrunde zu legen. Würde es gelingen, mit der gleichen Begeisterung wie zu Beginn der biologisch-dynamischen Arbeit und wie zu Beginn der jeweils persönlich biografischen Entwicklung die Impulse des „Landwirtschaftlichen Kurses“ gegenwärtig sein zu lassen und bearbeiten zu können?


    Mit einem Tagungstag länger als üblich wurde uns die Möglichkeit gegeben, die Tragkraft der „Geisteswissenschaftlichen Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft“ zu erproben und zu erfahren. Und die rund 850 Tagungsteilnehmer konnten erleben, wie es gelungen ist, durch konzentrierte Arbeit, durch Gespräche und persönliche Zugänge, durch Kunsterleben und Anregungen ausserhalb des Hofgeschehens, eine Gesprächs- und Vertrauensatmosphäre entstehen zu lassen, die schliesslich zu einer festlich, feierlichen Atmosphäre in der Tagung geführt hat.


    Schon die herzliche Art zu Beginn, wie uns Nikola Burgeff von den Höfen abgeholt hat, tat gut und öffente die Herzen für die „Anhauchungen“ aus dem Geistig-Seelischen.


    Der Landwirtschaftliche Kurs als Tagungs- und Zeitgeschehen ist uns am nächsten Morgen von Peter Selg vor das innere Nacherleben gerückt worden. Der Vortrag von Martin von Mackensen hat die Strukturiertheit des Kurses und Methoden und Arbeitshinweise anhand des 1. Vortrages sichtbar werden lassen. Die eigene Urteilsfähigkeit zu entwickeln war schon von Peter Selg angeraten worden, nun hatte jeder etwas Handwerkszeug dazu bekommen.


    Zum 2. Vortrag haben wir dann erfahren können, wie Niklaus Bolliger seinen persönlichen Zugang zum Kurs entwickelt hat und weiter entwickelt und welche praktischen Herausforderungen sich daraus ergeben können. In diesem Sinne die Handhabbarkeit erleben zu können, lebte in Manfred Kletts Betrachtungen die umgekehrte Geste: Wie kann aus dem toten, geronnenen Stoff der Geist wieder so empfindend, erkennend erlebt werden, dass durch die Substanz die Entstehungskräfte wieder zu uns sprechen. Besonders das Beispiel der unterschiedlichen Entstehungsprozesse der Stickstoffdünger ist so vielsagend, dass es wohl jedem im weiteren Tagungsverlauf vor der Seele stand. Die Prüfung der Frage, wieweit aus einem Verständnis von Abbau und Aufbau der organischen Substanz ein Verständnis für die Fragen der Ernährung und der Düngung erarbeitet werden kann, war die Frage, die die Grundlage zum Umgang mit den Präparaten gelegt hat. Dank Malcolm Gardner wurde dieses Thema gewissenhaft nachgefragt und persönlich, glaubhaft, wissenschaftlich nachvollziehbar gemacht. Ich glaube, spätestens ab diesem Punkt, ab diesem offenen Blick, war der Boden bereitet für ein vertrauenvolles sich Einlassen und sich Einbringen aller Tagungsgäste. Jeanne Malherbe berichtete aus Südafrika, wie schwer aber auch wie schön es sein kann, im hintersten Winkel der Welt sich seiner Ideen treu zu bleiben und die vorhandene Natur liebevoll zu verwandeln durch die eigenen Ideale in eine Kulturlandschaft, Agrikultur. Der Vortrag zum 6. Vortrag von Verner Andersen griff diesen liebevollen Zugang zu den eigenen Herausforderungen hier am Beispiel des Obstbaus so auf, dass alle beschenkt aus diesem Tag gehen konnten. Jean Michel-Florin haben wir es zu verdanken, dass uns dieses Geschenk als eine künstlerische, wahrnehmende, bewusste Art unserer Zuwendung, als „Frucht“ unserer Zuwendung zur Welt, begreifbar wurde. Elisabeth Jacquin steigerte sogar dieses Bild noch in der Schilderung ihrer liebevoll durchdrungenen Arbeit mit den Kühen, mit der Umgebung der Kühe auf Weiden und im Stall bis hin zum Futter. Es wurde sichtbar, wie auch Fehleinschätzungen zum besseren Verständnis beitragen können, wenn sie nicht übergangen werden, sondern als Frage in der Seele leben dürfen.


    Der Abschluss mit Johannes Wirz stellte die Frage nach Ursprung und Ziel der Landwirtschaft. Nicht der Zufall, sondern Kult-Tat hat die Kultur, die Landwirtschaft begründet und ist so ebenso ein in Freiheit erreichbares Motiv zukünftiger Landwirtschaft.


    Dieses Bewusstwerdungs-Tagungsgeschehen war schon am frühen Morgen eingebettet in das erfolgreiche Ringen von Nikolai Fuchs um einen geistesgegenwärtigen Blick auf die Menschheitsgeschichte und ihre Widerspiegelung in der Erschaffung der Konstitution des menschlichen Körpers, der eigenen Erlebniszugänge in der Biografie. Dadurch war der Einstieg ganz persönlich individuell möglich, auch wenn der Michael-Brief mit der Frage nach den wiederholten Erdenleben eine schwierige Frage zum Ausgangspunkt hatte. Doch durch die Wendung des Blickes von Vergangenem über Gegenwärtiges auf Zukünftiges, auf die Entwicklung des Menschen, wurde diese Arbeit zu etwas Öffnendem und gleichzeitig sich wiederfinden können in dem Leben, das einen hier zur Tagung geführt hat.


    Auch die künstlerischen Kurse und die Arbeitsgruppen knüpften an die erarbeiteten Inhalte an, brachten gleichzeitig neue persönliche Zugänge und Sichtweisen, Betrachtungsrichtungen hinzu, sodass das Tagungsgeschehen nicht nur zunehmend eingebettet erschien in die gemeinsame Arbeit und den Austausch untereinander, sondern durch diese Begegnungen das „Gespräch“ befruchtet und erfrischt wurde. Es haben sich so die verschiedenen Erlebnisse und Arbeiten so verwoben, dass etwas Festliches, Feierliches erlebt werden konnte.


    Dieses Festliche wurde gekrönt und zum Ausdruck gebracht durch die Kunst, die künstlerischen Darbietungen, die wir als Zuhörer und Zuschauer geschenkt bekommen haben.


    Allen Mitwirkenden, allen Vorbereitenden und Helfern bei der Durchführung, aber besonders allen Tagungsteilnehmern sei daher an dieser Stelle herzlich gedankt.


    Christoph Willer

    Fotoreihe Landwirtschaftliche Tagung 2009

    Grosser Saal vor Eröffnung
    Pausengespräche
    Arbeitsgruppenwahl
    Vorbereitungen
    Die Mühen...
    ...und Erfolge...
    ...der Teilnehmer.