HomeÜber UnsKontakt

06. Februar 2012

Weleda steht vor grossen Herausforderungen

Der Verwaltungsrat der Weleda AG und ihre Hauptaktionäre bilden Taskforce angesichts notwendiger Strukturanpassungen


04. Februar 2012

Februar - Ausgabe der “Schweizer Mitteilungen”

Mitteilungen aus dem anthroposophischen Leben in der Schweiz - Ausgabe Nr. II - 2012


03. Februar 2012

Demeter gratuliert seinem 15. Preisträger

Förderpreis Ökologischer Landbau für den Dachauer Obergrashof






    150 Jahr Anthroposophie

    27. Februar, 2011




    Eine umfangreiche Übersicht anthroposophischer Veranstaltungen auf rudolf-steiner-2011.com und hier:

    anthroTermin

    Forschung im biologisch-dynamischen Landbau

    Dr. Hartmut Spieß vom IBDF schloß die erste Habilitation über ein biologisch- dynamisches Thema ab.
    Dietrich Bauer, Pflanzenzüchter in der Betriebsgemeinschaft Dottenfelderhof (1. Platz Förderpreis Ökologischer Landbau 2002)
    Neuzuchtung der Kultursaat e.V. , Verein für Züchtungsforschung und Kulturpflanzenentwicklung auf biologisch- dynamischer Grundlage
    Zentrale des Instituts für Biologisch- Dynamische Forschung (IBDF) Ältestes privates Forschungsinstitut zum ökologischen Landbau in Europa
    Zweigstelle des IBDF am Dottenfelderhof

    Schon während des Landwirtschaftlichen Kurses gab Rudolf Steiner den Rat, dass unbedingt mit einer Landwirtschaft auf anthroposophischer Grundlage angefangen werden solle und die vorgeschlagenen Massnahmen werden ihre Richtigkeit in der Praxis, in der Anwendung zeigen.
     

    Um das Jahr 1920 breitete sich die Bodenmikrobiologie aus, 1910 hatte Raoul Francè (1874-1943) den Begriff Edaphon eingeführt, im Lauf der 20er-Jahre baute Sir Albert Howard in Indien die Indore-Kompostierung aus. Doch trat mit Steiners landwirtschaftlichen Vorträgen eine umfassende landwirtschaftliche Methode auf den Plan. Sie wurde von Praktikern in Feld und Stall umgesetzt und von Anfang an von Studium und Forschung begleitet. Das Anliegen des Landwirtschaftlichen Kurses war in Steiners Worten, "zu solchen praktischen Gesichtspunkten zu kommen, die zu dem heute durch praktische Einsicht und wissenschaftliche Untersuchung Gewonnenen das hinzufügen, was von einer geistgemäßen Betrachtung der einschlägigen Fragen gegeben werden kann".

    Betriebliche Versuchsarbeit wurde anfänglich vor allem auf den grösseren Betrieben im Osten Deutschlands geleistet. In den "Mitteilungen des Versuchsrings" und ab 1930 in der Monatsschrift "Demeter" finden sich darüber Berichte. In nunmehr über 50 Jahrgängen der Zeitschrift "Lebendige Erde" befinden sich zahlreiche, von den Landwirten erstellte Betriebsberichte und Darstellungen zu Anbau-, Bearbeitungs-, Präparate- und Düngungsfragen, neben der Erörterung von Erkenntnisproblemen. Innerhalb des Forschungsrings sind interne Sommer- und Wintertagungen eingerichtet, die dem konzeptionellen Studium dienen.

    Unter den verschiedenen Bewegungen, die sich heute für eine naturgemäße Erneuerung des Landbaus und damit einhergehende Pflege der Landschaft zusammengeschlossen haben, ist die biologisch-dynamische Gruppe diejenige, in der von Anfang an in eigenen Forschungseinrichtungen wissenschaftlich gearbeitet wurde. Die in Deutschland und anderen Ländern bestehenden biologisch-dynamischen Forschungseinrichtungen haben jeweils ihre eigene Geschichte. An dieser Stelle werden nur die Namen einiger wichtiger Einrichtungen genannt.

    Das Biologische Institut der Naturwissenschaftlichen Sektion am Goetheanum wurde von 1921 bis 1940 von Ehrenfried Pfeiffer geleitet. Die Methode der empfindlichen Kristallisation wurde dort ausgearbeitet, außerdem wurden zahlreiche Einzelprobleme der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise bearbeitet.

    Anfang der 20er-Jahre bestand auf dem Gelände der 1919 gegründeten Freien Waldorfschule Stuttgart einige Jahre lang das Biologische Laboratorium.

    Von 1948 bis 1972 war in Threefold Farm, Spring Valley, New York, USA, das von Pfeiffer begründete Biochemical Research Laboratory tätig.

    Das Institut für Biologisch-Dynamische Forschung in Darmstadt einschließlich der Außenstelle auf dem Dottenfelderhof nahm seine Arbeit 1950 auf und wurde zu der wichtigsten Forschungseinrichtung in der Bewegung in Deutschland.

    1946 wurde in Järna, Schweden, in Fortsetzung schon begonnener Arbeiten von Bo D. Petterson, Magda Engquist und Ragnar Wiedersheim-Paul das Laboratorium und Institut des Nordischen Forschungsrings in Betrieb genommen.

    Seit 1976 laufen die Arbeiten am Louis-Bolk-Institut in Driebergen, Holland, das sich neben medizinisch-biologischen Themen auch solchen der Landwirtschaft widmet und seit den 90er-Jahren u.a. Fragen der Gentechnologie behandelt.

    In Botucatu im Staate Sao Paolo, Brasilien, ist seit 1980 das Instituto Biodinamico mit den dort anstehenden landwirtschaftlichen Fragen beschäftigt.

    Farmintegrierte Forschung und Beratung wird seit 1984 vom Michael Fields Agricultural Institute in East Troy, Wisconsin, USA, betrieben.

    Neben en genannten Einrichtungen bestehen in Deutschland und auch in anderen Staaten teils individuelle, teils staatliche Initiativen einer ökologischen und biologisch-dynamischen Forschung. Zunehmende Bedeutung gewinnt die schon vor dem Landwirtschaftskurs von Ernst Stegemann begonnene Kulturpflanzenzüchtung sowie die Erhaltung und Beschaffung von Saatgut für den biologisch-dynamischen Land- und Gartenbau.

    Am 25. August 2003 wurde in Kassel mit der Unterschrift des Stiftungsvertrages die europaweit erste Professur für die Biologisch- Dynamische Wirtschaftsweise auf den Weg gebracht. Die Stiftungsprofessur wird an der Universität Kassel im Fachbereich für Ökologische Agrarwissenschaften in Kassel-Witzenhausen eingerichtet.

    Stifter sind die Rogau-Stiftung mit dem Forschungsring für Biologisch- Dynamische Wirtschaftsweise, die Software AG-Stiftung, die Alnatura GmbH und die Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Diese Stiftungen finanzieren eine C3-Professur bis zur eine Höhe von 1.1 Mio Euro für einen Zeitraum von maximal sechs Jahren. Aufgabe der Stiftungsprofessur wird es sein, die Lehre und Forschung im Bereich der Biologisch-Dynamischen Landwirtschaft abzudecken. Zu den wissenschaftlichen Fragestellungen gehöre es, geeignete Grundlagen und Methoden zur Qualität biologisch-dynamischer Lebensmittel, Pflanzenernährung und -züchtung, zur Tierhaltung und -züchtung sowie zur Betriebsorganisation weiter zu entwickeln.

    Im Rahmen der 8. Wissenschaftstagung zum Ökologischen Landbau Anfang März 2005 an der Uni Kassel-Witzenhausen nahm der niederländische Forscher Dr. Ton Baars die Berufung auf den Stiftungslehrstuhl für Biologisch-Dynamische Landwirtschaft in Witzenhausen an. Baars hat umfangreiche Erfahrung in der biodynamischen Praxis und Lehre u.a. am Warmonderhof und leitete seit 1994 den Bereich Tierproduktion am Louis Bolk-Instituut, Driebergen. Der auf zunächst sechs Jahre befristete Lehrstuhl nimmt bereits im Sommersemester die Arbeit auf.