Steigbildmethode
Die ursprünglich auf
Lili Kolisko zurückgehende und von
Rudolf Hauschka zur Untersuchung der Qualitäten des Lebendigen weiterentwickelte Steigbildmethode nach WALA findet bei der Qualitätsbeurteilung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, Heilpflanzen und Lebensmittel Anwendung. Ein Blatt Filterpapier wird unter kontrollierten Bedingungen senkrecht in den wässrigen Extrakt einer Probe gestellt. Durch Kapillarkräfte steigt die Flüssigkeit im Papier empor, wobei sich für die verschiedenen Bestandteile jeweils spezifische Gleichgewichte zwischen Wasserlöslichkeit und Anhaftung am Filterpapier einstellen: die Bestandteile werden vom steigenden Wasser unterschiedlich weit mitgenommen. Nach Eintrocknen lässt man Metallsalzlösungen (Eisensulfat, Silbernitrat u.a.) nachsteigen, wodurch das Blatt differenziert angefärbt wird. Die dabei entstehenden charakteristischen Fliessformen werden schliesslich ausgewertet.

- Steigbild von Möhren (© Uwe Geier, Forschungsinstitut am Goetheanum, Dornach)


