Rudolf Steiner im Kontext
"Rudolf Steiner will seine Weltanschauung allen teilhaftig machen. Er nimmt ein Schöpferisches in jedem Menschen an. Man kann seine Erkenntnis nur dann ganz eigentlich verstehen, wenn man sie anwendet, das heisst, wenn man sein Inneres entwickeln will. Dies ist jedermann gegeben, dem einfachsten und dem kompliziertesten Menschen. Jedoch ist es zugleich auch nicht jedem gegeben. Der Entschluss entscheidet. Die innere Tat ist nötig. Man muss ein geistiger Wikinger sein." (Albert Steffen; Schriftsteller)
Unermüdlich arbeitete Rudolf Steiner daran die Menschen zum geistigen "Wikingertum" zu motivieren. Er sprach nicht nur über Kunst oder dozierte Kunstgeschichte, sondern nahm selbst das Schnitzmesser, den Pinsel, den Ton in die Hand, er malte selbst eine Kuppel des ersten Goetheanums aus, plastizierte Architekturmodelle und zeichnete Eurythmieformen. Er schrieb vier Bühnenstücke und dichtete Sprüche für Schüler, Lehrer und Ärzte, verfasste Ritualtexte für die Christengemeinschaft und forschte in der Wissenschaft. Heute, achtzig Jahre nach seinem Tod, ist es ist mehr das "Wie" als das "Was", welches die Generation von "Steiners Erben" anregt immer wieder seine Aktualität aufzudecken und in Kunst, Wissenschaft und Religion weiter zu entwickeln.

