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07. September 2008

ANDERZEIT II | 1. – 5. Oktober 2008 | Goetheanum Schweiz

›Was ist an der Zeit?‹ lautet die Ausgangsfrage dieser Veranstaltungsreihe. Teil I antwortete mit dem Leitsatz ›Vier Tage Gespräch‹. Eröffnet...


05. September 2008

„Schwarzbuch Waldorf“ ohne jede wissenschaftliche Qualifikation

Grandts Bild der Waldorfschule als eines okkulten Unterwanderungs-Apparats hat mit Waldorf-Kritik so viel zu tun wie eine Sendung von Galileo-Mystery mit dem Nobelpreis...


05. September 2008

Michael Grandts "Schwarzbuch Waldorf"

Abstruses Zerrbild von Anthroposophie und Waldorfpädagogik. Mit Michael Grandts „Schwarzbuch Waldorf“ ist die Anti-Waldorfliteratur auf ihrem intellektuellen...

Der Lehrplan wird immer wieder neue geschrieben

Lehrpläne sind Instrumente, mit denen die emotionalen, geistigen und handlungsorientierten Anlagen und Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler geortet werden. Im Zentrum der Arbeit steht bei aller Differenzierung in den einzelnen Schulen immer die ganzheitliche Entwicklung des Kindes innerhalb seiner Zeit und seiner Umgebung.

Die Waldorfschulen arbeiten seit über 70 Jahren nach eigenen Lehrplänen, die staatlich anerkannt sind. Wir halten mit unseren eigenen Schulprofilen die Bildungsziele der öffentlichen Volks- und Mittelschulen ein und übertreffen sie in manchen Bereichen.

Die Lehrplanarbeit ist ein wesentlicher Faktor der Schulentwicklung  

Lerninhalte haben immer bloss exemplarischen Charakter. Der Lehrplan ist ein Rahmen, in dem der Unterricht schöpferisch und situationsbezogen gestaltet wird. Dies kommt z. B. in einem lebendigen Fremdsprachenunterricht zum Ausdruck.

English from the first class on!

Français dès la première année!

Von der ersten Klasse an werden zwei Fremdsprachen unterrichtet, also nicht Englisch oder Französisch, sondern Englisch plus...

Es geht nicht darum, welche Sprache die nützlichere ist, sondern, wie Sprachen sich gegenseitig ergänzen und wie Lebensgewohnheiten und Kultur eines Volkes sich durch die Sprache erleben lassen. Welt und Menschengemeinschaft werden durch jede Sprache reicher und vielseitiger.
 

Der geschriebene Lehrplan für eine Fremdsprache ist deshalb bewusst knapp gehalten; alle Lebensnähe entwickelt sich aus dem aktuellen Unterrichtsgeschehen. Während der ersten drei Jahre wird nur mündlich gearbeitet: Es werden kleine Szenen, Lieder, Dialoge geübt. In der vierten Klasse kommen das Schreiben und Lesen sowie der altersgemäss mitwachsende Grammatikunterricht dazu. Vom 5. bis 8. Schuljahr stehen

Lebensgewohnheiten, Geographie, Geschichte der fremden Länder im Vordergrund. Und immer wieder werden kleine oder grössere Theaterszenen eingeübt und Gedichte auswendig gelernt. Vom 9. bis 12. Schuljahr sind die Werke der grossen Schriftsteller und Philosophen dran.

Das internationale Beziehungsnetz zwischen den Schulen ermöglicht auch Fremdsprachenpraktika. Eine Schülerin der 10. Klasse kann zum Beispiel ihr Landwirtschaftspraktikum auf französischsprechendem Gebiet leisten, oder ein Schüler in der 12. Klasse macht einen Sozialeinsatz in Irland. So wird das Ideal der Erziehung zum Weltbürger zur erlebten Wirklichkeit.

 

Jean-Marc Petit