Kunst im Alltag
Auch im Medienzeitalter steht an unseren Schulen der Mensch mit seinen eigenschöpferischen Kräften im Zentrum.
Zuweilen wird dies sogar auf der Bühne sichtbar, wenn eine Klasse eine Theateraufführung vorbereitet hat. Wie vielen künstlerischen Herausforderungen begegnen die Schülerinnen und Schüler mit mehr oder weniger Geschick – jede und jeder gibt sein Bestes! Bühnenbilder malen, Kostüme nähen, Plakate gestalten, Musik und Tänze einüben, Beleuchtung einstellen – und dann das Schauspielen selbst.
König Lear, sein Narr, die Jungfrau von Orléans oder die Königsmutter..., grosse Rollen, kleine Rollen. Eine neue Rolle. Zuerst fühle ich Ohnmacht, das schaffe ich nie, bin niedergeschlagen, unsicher. Neuland, ich taste mich vor, fühle die Macht des Wortes, spüre Sicherheit, wachse über mich hinaus.
Sich mit einer Rolle identifizieren fordert den ganzen Menschen. Sprache, seelischer Ausdruck und Bewegung werden eins. Im schöpferischen Prozess geht es darum, Altes loszulassen und Neues zu wagen.
Bewegungskunst in Eurythmie und Turnen sowie Sprechübungen, Chorsingen, Orchesterunterricht, Arbeiten mit Ton und Holz, Steinhauen, Mal- und Zeichenunterricht bilden vielfältige künstlerische Übungsfelder, die 12 Jahre lang intensiv gepflegt werden.
