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07. September 2008

ANDERZEIT II | 1. – 5. Oktober 2008 | Goetheanum Schweiz

›Was ist an der Zeit?‹ lautet die Ausgangsfrage dieser Veranstaltungsreihe. Teil I antwortete mit dem Leitsatz ›Vier Tage Gespräch‹. Eröffnet...


05. September 2008

„Schwarzbuch Waldorf“ ohne jede wissenschaftliche Qualifikation

Grandts Bild der Waldorfschule als eines okkulten Unterwanderungs-Apparats hat mit Waldorf-Kritik so viel zu tun wie eine Sendung von Galileo-Mystery mit dem Nobelpreis...


05. September 2008

Michael Grandts "Schwarzbuch Waldorf"

Abstruses Zerrbild von Anthroposophie und Waldorfpädagogik. Mit Michael Grandts „Schwarzbuch Waldorf“ ist die Anti-Waldorfliteratur auf ihrem intellektuellen...

Den spirituellen Werten verpflichtet

 
Es gibt Momente im Leben, wo sich der Mensch von etwas Höherem berührt fühlt.

Es kann beim Betrachten eines Sonnenauf- oder -untergangs sein, bei der Geburt eines Kindes, beim Betreten eines Doms oder in der Begegnung mit einem von der Weisheit des Lebens erfüllten Menschen. Diese Momente verschwinden oft in der Flut des Alltags. Wenn wir aber zurückschauen, betrachten wir sie als besonders beglückende Ereignisse. Gefühle, die in solchen Momenten in einem hervortreten, sind besonderer Art. Es sind Gefühle des Staunens, der Ehrfurcht oder der Verehrung. Sie bieten einen Zugang zu dem, was der Mensch als Göttliches empfindet.

Die Pflege solcher Gefühle spielte in jeder traditionellen Kultur eine zentrale Rolle. Aus ihr sind die religiösen Bewegungen, die man heute noch kennt, hervorgegangen. In zunächst unbewusster Weise wurde erkannt, dass die Pflege dieser Gefühle Bedeutung hat für die Entwicklung des Menschen.

In einer Zeit der globalen Ausbreitung einer modernen, vorwiegend westlichen Zivilisation, die ihre Wurzeln in einer materialistischen Wissenschaft hat, muss die Pflege des Religiösen in neuer Art gefunden werden.

In der Waldorferziehung werden von früher Kindheit an die Gefühle des Staunens, der Ehrfurcht und der Verehrung gepflegt. Das Kind lernt, sich selbst als einen Teil des Universums zu empfinden, in dem des Schöpfers Hand am Werk ist.

 

Heinz Zimmermann / Jon Mc Alice