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28. August 2008

Neuer Heilpädagogik-Studiengang an der Alanus Hochschule akkreditiert

Die Akkreditierungsagentur AHPGS stimmt damit dem Start des berufsbegleitenden Masterprogramms zum kommenden Herbsemester zu. ...


31. Juli 2008

Moderne zertifizierte Dienstleistungsberufe

Die AKADEMIE VAIHINGEN und das FORUM Berufsbildung Stuttgart bieten als neuer zertifizierter Bildungsträger aktuelle, geförderte berufsbegleitende und...


17. Juni 2008

Masterstudiengang

Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft bietet zum Wintersemester erstmalig einen Master-Studiengang Heilpädagogik an. ...

Das Ausbildungsnetzwerk

In einer sich weiterentwickelnden Bewegung gehört Ausbildung zu den zentralen Aufgaben.

In mehr als 60 Ausbildungsstätten werden junge Menschen in den Methoden der anthroposophischen Heilpädagogik und Sozialtherapie ausgebildet.

Das Spektrum der Studienmöglichkeiten reicht von Einführungskursen über Berufsausbildung bis in den akademischen Bereich.

Ein wesentlicher Grundsatz der Ausbildung besteht in der Verbindung von praktischem Lernen und Erkenntnisgewinnung mit künstlerischen Inhalten. Dadurch können Kompetenzen für die heilpädagogische resp. sozialtherapeutische Praxis als persönliche Fähigkeiten gebildet werden.

Das Ausbildungsnetzwerk der Konferenz für Heilpädagogik und Sozialtherapie ist strukturiert im Internationalen Ausbildungskreis.

Erkenntnis- Praxis - Kunst: ein trialer Ausbildungsweg

Integration von Erkenntnisbildung und Praxiserfahrung

Der anthroposophische Ansatz geht von der Erfahrung aus, d.h. er vermittelt nicht primär theoretische Inhalte, die später in der Praxis angewendet werden sollen, sondern integriert Erfahrungs- und Erkenntnislernen zu einer Einheit. Der Vorzug dieser Methodik liegt darin, dass die Erkenntnisbildung durch konkrete und individuelle Erfahrungen geleitet und herausgefordert wird und somit nicht einen einseitig theoretischen Charakter annimmt, dem es an der Brücke zur Praxis mangelt. Umgekehrt kann die konkrete heilpädagogische Arbeit nie nur anwendungsbezogen erfüllt werden, sondern alle Aufgaben, die sich im Praxisfeld ergeben, müssen reflektierend erfüllt werden können. Es geht also immer um eine gegenseitige Durchdringung und Verlebendigung der beiden Lernfelder.

Der heilpädagogische oder sozialtherapeutische Beruf erfordert eine authentische und individuelle Handlungsweise. In der konkreten Situation zwischen dem Heilpädagogen und dem Kind (resp. dem Sozialtherapeuten und dem Erwachsenen) muss ein schöpferischer Prozess entstehen, um dessen Entwicklungsbedürfnissen zu entsprechen. Diesen Prozess kann man auch als einen sozialkünstlerischen bezeichnen.

 

Erweiterung und Vertiefung durch die Kunst

Die künstlerische Übung in der Ausbildung gibt den zukünftigen Heilpädagogen und Sozialtherapeuten die Möglichkeit, Erfahrungen im Medium der Künste zu machen und sie später in der beruflichen Arbeit einzusetzen. Darüber hinaus geht es aber auch darum, den künstlerischen Prozess sowohl in die Erkenntnisbildung als auch in die Handlungssituationen einzubringen. Die unterschiedlichen Formen künstlerischer Tätigkeiten helfen auch, den Lebensraum und das soziale Umfeld von Menschen mit Behinderungen zu gestalten.

 

Durch den Bereich der Kunst erweitert sich die Ausbildungsmethodik zu einem ganzheitlichen, trialen Ansatz, der Erkenntnis, Praxis und Kunst gleichgewichtig vereint.

 

(Aus dem Handbuch Ausbildung)

 

Weitere Informationen auf der Website der Konferenz für Heilpädagogik und Sozialtherapie