Ruth Walker
Unending Journey –
zwischen Kunst und Gunst
Jedes Kunstwerk sollte sich selbst offenbaren können. Zugängig ist Kunst jedermann, denn sie unterliegt den gleichen Gesetzen, die auch unsere Leiblichkeit lebendig erhalten und unser Seelenleben bestimmen. Kunst macht das eine aus dem anderen sichtbar. Inwieweit das gelingt, hängt von der körperlich-seelischen Konstitution des einzelnen Künstlers und der seines Publikums ab. Die von Menschenhand für Menschen geschaffene Kunst muss sinnlich-seelisch erfassbar sein. Sie entsteht erst im Gegenüber mit oder im Anstoß an die Welt. Die sinnlich erfassbare Kunst braucht das Du. Shakespeare hat es auf den Punkt gebracht. »Beauty is in the eye of the beholder.« Das heißt, Schönheit – auch Hässlichkeit – entsteht erst im Auge des Betrachters.
