HomeÜber UnsKontakt

13. März 2010

didacta 2010

Bund der Freien Waldorfschulen startet bundesweite Kampagne zur Lehrergewinnung


12. März 2010

GLS Bank beim GABV-Gipfel in Bangladesch

GLS Bank setzt sich im globalen Netzwerk für eine nachhaltige Zukunft im Bankenwesen ein


10. März 2010

SEKEM Insight

Die neuste Ausgabe wieder mit einigen interessanten Berichten aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft ...



    Das Rosenkreuz in Europa, 1604–2012
    Fr, 19 Mär 2010 bis So, 21 Mär 2010
    7. Forschungskolloquium
    Fr, 19 Mär 2010
    ÖkoMesse Schwäbisch-Hall
    Fr, 16 Apr 2010 bis So, 18 Apr 2010




    Übersicht weiterer anthroposophischer Veranstaltungen, siehe hier:

    anthroTermin

    Die königliche Kunst in einer neuen Form

    Textauszug aus:

    Rudolf Steiner

    Die Tempellegende und die Goldene Legende


    Rudolf Steiner Verlag
    Dornach/Schweiz

    Aus dem Vortrag:

    Die königliche Kunst in einer neuen Form

    Berlin, 2. Januar 1906

    (Vor Männern und Frauen)

    Seite 280 und 281
    ...

    „Langsam und allmählich greifen in den gegenwärtigen Entwickelungszyklus der Menschheit die organischen, die lebendigen Kräfte ein. Es wird eine Zeit kommen, so phantastisch es auch dem heutigen Menschen erscheinen mag, wo der Mensch nicht mehr nur Bilder malen, nicht mehr nur leblose Skulpturen anfertigen wird, sondern wo er imstande sein wird, dasjenige lebendig zu erschaffen, was er heute nur malen, mit Farbe und Meißel gestalten kann.

    Was aber wenige phantastisch erscheinen wird, ist die Tatsache, daß schon heute im Wirken des sozialen Lebens die erste Morgenröte der Verwendung der lebendigen Kräfte beginnt: das eigentliche Geheimnis, das sich um den Gral herumschlingt. Das letzte Ereignis auf sozialem Gebiet, das durch die alte Maurerei herbeigeführt wurde, war die Französische Revolution, in der mit den Ideen Gleicheit, Freiheit, Brüderlichkeit konsequent die Grundidee der alten Maurerei auf sozialem Gebiet in die Öffentlichkeit kam. Die das wissen, wissen auch, daß durch unzählige Kanäle die Ideen, die vom Gral ausgegangen sind, verbreitet wurden und die eigentlich wirkenden Kräfte in der Französoschen Revolution waren.

    Nur als ein mißglückter, als ein unmöglicher Versuch, als letzter, ich möchte sagen sagen, verzweifelter Kampf innerhalb der zu Ende gehenden Menschheitsswelle steht das da, was man heute Sozialismus nennt. Er kann ein wirklich positives Resultat nicht herbeiführen. Was durch ihn erreicht werden soll, kann nur durch das lebendige Wirken erreicht werden; die Säule der Stärke genügt nicht. Der Sozialismus kann nicht mehr durch unlebendige Käfte bemeistert werden. Die Ideen der Französischen Revolution, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit waren die letzten Ideen, die aus dem Unlebendigen flossen. Unfruchtbar, dem Sterben geweiht ist alles dasjenige, was noch in demselben Geleise bleibt. Denn das heute in der Welt bestehende große Übel, das ungeheure Elend, das mit so furchtbarer Gewalt zum Ausdruck kommt in dem, was man die soziale Frage nennt, kann nicht mehr mit dem Unlebendigen gemeistert werden. Dazu bedarf es einer königlichen Kunst; und diese königliche Kunst ist es, die inauguriert worden ist in dem Symbol des Heilgen Gral.

    Der Mensch muß durch diese königliche Kunst etwas in seine Hand bekommen, was ähnlich ist derjenigen Kraft, die in der Pflanze sproßt, derjenigen Kraft, die der Magier verwendet, wenn er die Pflanze, die vor ihm steht, schneller wachsen macht. In ähnlicher Weise muß von dieser Kraft ein Teil verwendet werden zum sozialen Heil. Diese Kraft, die beschrieben worden ist von solchen, die etwas von den rosenkreuzerischen Geheimnissen wissen, wie zum Beispiel von Bulwer in seinem Zukunftsroman Vril, ist gegenwärtig aber noch in elementarem Keimzustande. Sie wird in der Freimaurerei der Zukunft der eigentliche Inhalt der höheren Grade sein. Die Königliche Kunst wird in Zukunft eine soziale Kunst sein. ...