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12. März 2010

GLS Bank beim GABV-Gipfel in Bangladesch

GLS Bank setzt sich im globalen Netzwerk für eine nachhaltige Zukunft im Bankenwesen ein


10. März 2010

SEKEM Insight

Die neuste Ausgabe wieder mit einigen interessanten Berichten aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft ...


08. März 2010

Die März-Ausgabe der Schweizer Mitteilungen

Mitteilungen aus dem anthroposophischen Leben in der Schweiz - Ausgabe Nr. III/ 2010



    Das Rosenkreuz in Europa, 1604–2012
    Fr, 19 Mär 2010 bis So, 21 Mär 2010
    7. Forschungskolloquium
    Fr, 19 Mär 2010
    ÖkoMesse Schwäbisch-Hall
    Fr, 16 Apr 2010 bis So, 18 Apr 2010




    Übersicht weiterer anthroposophischer Veranstaltungen, siehe hier:

    anthroTermin

    Manifest für eine Lebens-Landwirtschaft

    Das Manifest für eine Lebens-Landwirtschaft wurde Anfang des Jahres 2001 vom Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise e.V. in Darmstadt erarbeitet und im gleichen Jahr auf der Biofach in Nürnberg erstmalig vorgestellt. Am 7. Juni 2001 wurde das Manifest für eine Lebens-Landwirtschaft der Zukunft in DIE ZEIT mit dem unten stehenden Inhalt veröffentlicht. Das von über 20.000 Menschen unterschriebene Manifest wurde im Februar 2002 der Verbraucherschutz- und Landwirtschaftsministerin Frau Renate Künast zur Orientierung der Agrarwende überreicht.

    Veröffentlichung in DIE ZEIT vom 7. Juni 2001:

    "Liebe Verbraucherschutz- und Landwirtschaftsministerin Frau Künast, über 11.000 Menschen haben bislang dieses Manifest unterzeichnet und überreichen Ihnen dieses hiermit zur Orientierung der Agrarwende.

     

    Manifest
    Die BSE-Krise zeigt überdeutlich, wohin die Industrialisierung der Landwirtschaft führte. Jetzt ist höchste Zeit für eine umfassende Agrar-Wende: In der Landwirtschaft wirtschaftet der Mensch mit dem Leben - mit Tieren, Pflanzen und dem Boden. Die Landwirtschaft der Zukunft muss eine Lebens-Landwirtschaft sein, die geprägt ist vom Respekt vor dem Lebendigen und die als Teil des Ganzen im Einklang mit den Kräften des Lebens handelt.

     

    Lebens-Landwirtschaft bedeutet:
    Unsere Haustiere begreifen wir als Mitgeschöpfe, die ihre eigene Würde haben. Sie schenken uns einen Nutzen, wenn wir sie mit Respekt vor ihrem eigenen Wesen achtsam halten, füttern und pflegen. Das Haustier hat typische Verhaltensweisen des Wildtieres abgelegt. Zähmen heißt, vertraut machen. In Schutz und Pflege des Menschen kann es angstfrei leben und seine Entwicklungsfähigkeit behalten.

    Kulturpflanzen schöpfen ihre Qualitäten als Lebensmittel aus belebtem, fruchtbaren Boden und der intensiven Beziehung zur Sonne als der prominentesten Vertreterin des Kosmos. Züchtung auf Samenechtheit, feinstofflich präparierter organischer Dünger der hofeigenen Haustiere sind Voraussetzungen für eine vitale und charaktervolle Pflanzen-Entwicklung.

    Der Boden ist ein lebenspendendes Organ der Landwirtschaft. Mit gezielter Pflege kann die Bodenfruchtbarkeit sogar vermehrt werden. Aus einem fruchtbaren Boden geht alles Leben hervor. Boden ist - so gesehen - das einzig echte Kapital der Menschheit.

    Dem Menschen gelingt es, sich innerhalb dieser Zusammenhänge ganzheitlich zu entfalten, soziale Gemeinschaften zu bilden, sich die Arbeit zu teilen und sie als lebenserfüllenden, kreativen Prozess zu gestalten.

    Lebens-Landwirtschaft ist von sich aus regional - und das in allen Teilen der Welt. Sie knüpft an handwerkliche Traditionen an. Technik wird dort bewusst eingesetzt, wo sie ihren Zielen dient und dem Lebendigen nicht schadet.

    Lebens-Landwirtschaft bringt Lebensmittel hervor, die den Menschen in seiner Entwicklung positiv unterstützen. Sie ernähren nicht nur mit ihren Stoffen, sondern auch durch ihre Kräfte. Sie werden dort angeboten, wo Handelsstrukturen kooperativ und verbrauchernah sind. Ihre gesellschaftliche Wertschätzung führt zur Akzeptanz angemessener, ehrlicher Preise.

    Lebens-Landwirtschaft braucht eine Lebens-Wissenschaft, um sich optimal entfalten zu können. Diese Lebens-Wissenschaft geht dem Wesen des Lebens auf dem Grund. Sie ergänzt und bereichert die heute stark materiell geprägte Naturwissenschaft um eine kultur- und geisteswissenschaftliche Dimension.

    Wir, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner, unterstützen dieses Manifest und fordern die Verantwortungsträger und Handelnden in Gesellschaft, Wissenschaft und Politik nachdrücklich dazu auf, die Agrarwende hin zu einer Lebens-Landwirtschaft zu vollziehen!

    Bis 1. Juni 2001 haben 11.526 Menschen unterschrieben."

     

    Unterstützen Sie dieses Manifest und fordern die Verantwortungsträger und Handelnden in Gesellschaft, Wissenschaft und Politik nachdrücklich dazu auf, die Agrarwende hin zu einer Lebens-Landwirtschaft zu vollziehen!