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07. Oktober 2008

Qualität der Produkte

Die biodynamische Landwirtschaft gewinnt auch in Großbritannien in der Öffentlichkeit immer mehr Profil: überall im Land startet jetzt eine zweiwöchige Reihe von...


05. Oktober 2008

ELIANT NEWS Oktober 2008

Besonders freuen wir uns, alle ELIANT- Freunde zu unserem Aktion ELIANT- Benefizabend am 6. November 2008 herzlich ins Goetheanum nach Dornach/Schweiz einzuladen. ...


03. Oktober 2008

APIARY – Mykola Zhuravel - 16. bis 26. Oktober 2008 in der Voltahalle in Basel

Das Apiary-Projekt besteht aus drei Teilen: Der künstlerischen und funktionalen Herstellung von Bienenstock-Skulpturen, der Produktion und dem Sammeln von Honig in dem...

Kontrovers

 

Einleitung zur Studie und Stellungnahme zum Verhältnis der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise zum Nationalsozialismus
Die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise, der Demeter-Verband und die Anthroposophische Gesellschaft werden immer wieder mit Vorwürfen konfrontiert, die Anthroposophie, oder auch die organisierte Biologisch- Dynamische Wirtschaftsweise, sei sektiererisch, sie hätte mit den Nationalsozialisten zum Teil gemeinsame Sache gemacht und die Anthroposophie habe eine Grundlage für die Rassenideologie geliefert(1). Zu allen Vorwürfen ist mittlerweile viel publiziert und auch schon vor Gerichten, wie im Jahr 2001 in Frankreich zum Sektenvorwurf, gestritten worden. Von kritischen Beobachtern wird als Manko gesehen, dass die Anthroposophen sich zu wenig selbstkritisch zu diesen Vorwürfen geäussert, bzw. sich von dem Vorgeworfenen distanziert haben(2). Ob Distanzierung zu geschichtlichen Ereignissen hier das geeignete und hilfreiche Mittel ist, soll dahingestellt bleiben. Die Frage aber „wie seht Ihr heute die Ereignisse und wie steht Ihr dazu?“ wird als gerechtfertigt angesehen und zum Ausgangspunkt für die folgenden Ausführungen genommen.

Wie kann diese Frage jedoch beantwortet werden? Am hilfreichsten sind sicher historisch-wissenschaftliche Aufarbeitungen, die heute vielfach vorliegen und im Folgenden aufgegriffen werden sollen. Geschichtswissenschaftliche Darstellungen tragen aber immer auch den Charakter der Fragestellungen, nach denen sie vorgenommen wurden, in sich. So stehen Veröffentlichungen kritischer Wissenschaftler in der Gefahr, die problematischen Aspekte übergewichtig ins Licht zu rücken, während Darstellungen aus dem anthroposophischen Umfeld der Gefahr unterliegen, zu schönfärberisch zu sein oder zumindest sich diesem Verdacht auszusetzen(3). Dennoch helfen beide, die Sache zu verdeutlichen.

So bleibt die Frage nach der Stellungnahme. Da auf der funktionalen Ebene die Mitgliedschaftsbedingungen in der Anthroposophischen Gesellschaft als auch in den biologisch-dynamischen Organisationen weitreichende Stellungnahme im Namen der Mitglieder auch von Amtsträgern nicht wirklich statthaft zulassen und der Kollektivgedanke dem Wesen der Anthroposophie fremd ist4, ist im Grunde nur das Abgeben einer Stellungnahme einer Einzelperson angebracht. (Ist diese wiederum Amtsträger, fällt eine Differenzierung in private und offizielle Meinung jedoch nicht leicht.) Im Folgenden will ich meine persönliche Einschätzung darlegen. Als Leiter einer Sektion der Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum (CH) und als Mitglied des Vorstandes des Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise e.V. (DE) fühle ich die Verpflichtung, der Frage „wie seht Ihr das heute... (s.o.)“ nach zu kommen. Daneben ist es mir persönlich ein Anliegen, Klarheit in diese Gegebenheiten zu bringen.

 

Nikolai Fuchs, Dornach den 20.02.04

 

(1) Der in der jüngeren Vergangenheit wohl öffentlichste Angriff, der alle Vorwürfe zu einem Konglomerat zusammenfasste, war der Artikel „Blut und Bohnen“ in der FAZ vom 13. März 2002, der Ende 2003 ohne Originaldatumsangabe gekürzt auf der Internet Seite kath.net prominent zu lesen war. Andere Veröffentlichungen aus dem wissenschaftlichen Raum weisen, neben diffamierender Polemik, auf das Defizit einer (selbst-)kritischen Aufarbeitung der Anthroposophen zu diesen Themen hin.

(2) Gesine Gebhard in: Naturschutz und Nationalsozialismus, Campus 2003, S. 260

(3) So führt beispielsweise Gesine Gebhard eine historische Auslegung des der Anthroposophie nahestehenden Autors Uwe Werner auf seine vermutlich „eher unkritische, ja apologetische Einstellung“ zurück. Ebda, S. 262

(4) vor dem Hintergrund des in der „Philosophie der Freiheit“ von Rudolf Steiner entwickelten ethischen Individualismus

 

Die Studie zum herunterladen:

Studie.pdf