Zur Geschichte der Anthroposophischen Medizin
Die Anthroposophische Medizin hat eine mittlerweile fast hundertjährige Tradition. Gemeinsam mit der Ärztin Dr. med. Ita Wegman (1876-1943) entwickelte Dr. Rudolf Steiner (1861-1925), der Begründer der anthroposophischen Geisteswissenschaft, das integrative Konzept dieser Medizin. Beiden war wichtig, dass anthroposophische Ärzte stets auf dem aktuellen Stand des naturwissenschaftlichen Wissens sind. Auf dieser Basis wollten sie die Medizin durch die geisteswissenschaftlichen Aspekte der Anthroposophie erweitern. Der Begriff „Anthroposophie“ setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern „anthropos“ – der Mensch, und „sophia“ – die Weisheit.
Das bedeutet: Der sich selbst erkennende Mensch steht im Mittelpunkt – auch in der Medizin. Bereits 1921 entstanden in Arlesheim bei Basel (Schweiz) und in Stuttgart (Deutschland) erste, damals noch bescheidene klinische Einrichtungen, in denen der neue medizinische Ansatz praktisch zur Anwendung kam. Darauf aufbauend hat sich Anthroposophische Medizin im Lauf der Jahrzehnte über die ganze Welt verbreitet. Dabei hat sie sich stetig weiter entwickelt.
