Was ist anthroposophische Medizin?
Anthroposophische Medizin ist Ganzheitsmedizin. Als integrative Medizin baut sie auf naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Methoden und Erkenntnissen auf. Beides gehört untrennbar zusammen.
Das heißt: Die anthroposophische Medizin setzt alles ein, was die naturwissenschaftliche Forschung an nützlichen Erkenntnissen für das „Objekt Mensch“ bereithält: Medizintechnik, Laborkontrollen, Operationen und Intensivmedizin. Geisteswissenschaftliche Aspekte, die den Menschen als Subjekt in seiner Gesamtheit erfassen, ergänzen die naturwissenschaftlichen Grundlagen. Denn jeder Mensch ist einzigartig, und jede Behandlung ist es ebenfalls. Anthroposophische Medizin ist deshalb nie pauschal. Sie vermeidet reine Routine. Auch wenn die Krankheitsbilder sich durch ihre typischen Merkmale immer wieder gleichen, so hat doch jede Krankheit durch jeden Patienten ein eigenes Gesicht, das sich nicht von seiner Individualität trennen lässt. Anthroposophische Medizin fragt deshalb nach den körperlichen, den psychischen und den persönlichen Voraussetzungen, die den krank machenden Faktoren erst den Weg geebnet haben.
Mit dieser Synthese aus Natur- und Geisteswissenschaft verbindet anthroposophische Medizin den pathogenetischen (an der Krankheit orientierten) Ansatz der Medizin mit der salutogenetischen (an der Gesundheit orientierten) Sicht. Daraus resultiert ein ganzheitliches Gesundheits-, Krankheits- und Therapieverständnis. Und genau dies ist das Bedürfnis der Menschen unserer Zeit.
Medizin
Die Anthroposophische Medizin ist eine Erweiterung der naturwissenschaftlichen Medizin aus den Erkenntnissen der Anthroposophie in den Bereichen des Lebendigen, des Seelischen und des Geistigen.
Sie wurde auf Anregung und in enger Zusammenarbeit mit deren Begründer - Dr. Rudolf Steiner - von Dr. med. Ita Wegman und anderen Ärzten seit 1920 entwickelt. Ihr Ziel ist eine individuelle und ganzheitliche Humanmedizin.
