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16. Juni 2008

Goetheanum schreibt Forschungsstipendien aus

Zum Herbst 2008 vergibt das Goetheanum Forschungsstipendien für Studierende und bietet damit Gelegenheit, an den laufenden Studien innerhalb der Sektionen der Freien...


15. Juni 2008

Demokratisches Europa

Dialogabende in der Diplomatischen Akademie in Wien - 20. Juni 2008, 18.30 bis 22.00 Uhr; Grundeinkommen - ein Menschenrecht ...


12. Juni 2008

Mit Argumenten gegen Anthro- und Waldorf-Bashing

Walter Kugler bringt sein „Feindbild-Steiner“ - Buch neu heraus – Kritiker haben nicht wirklich ein Interesse an Sachlichkeit und Aufklärung...

Die Blutuntersuchung mit der Methode der empfindlichen Kristallisation (nach E. Pfeiffer)

Die Untersuchungsmethode der »Empfindlichen Kristallisation« nach E. Pfeiffer arbeitet mit Vollblut. Sie beruht auf dem bekannten Prinzip, dass beim Auskristallisieren eines Salzes aus wässriger Lösung das Kristallwachstum durch einen Lösungsgenossen, wie beispielsweise Blut, beeinflusst wird. Das Kupferchlorid (CuCl2.2H2O) hat sich dabei als besonders empfindlich erwiesen. Lässt man eine Mischung aus dieser Kupferchloridlösung mit einer kleinen Menge Vollblut (Hydrolysat von Kapillarblut) auf einer ebenen Glasplatte unter kontrollierten Versuchsbedingungen auskristallisieren, entsteht ein Kristallaggregat, das spezifisch für das zugesetzte Blut ist. Das Ergebnis ist reproduzierbar und wird Blutkristallisationsbild (BKB) genannt.

Auf empirischem Wege wurden durch zahlreiche Blutuntersuchungen Beziehungen zwischen den Phänomenen des BKB und verschiedenen Krankheitsprozessen gefunden. Die einzelnen morphologischen Merkmale und die Gesamtgestaltung der Kristallisation, die durch das Blut entstehen, weisen auf Krankheiten, wie zum Beispiel Entzündungsprozesse oder Tumorbildungen, hin. Neben dem krankheitsspezifischen Charakter der Kristallformen ist ihre Lokalisation im Wachstumsfeld der Kristallisation von Bedeutung. Sie lässt erkennen, welche Organe oder Organsysteme von der Krankheit betroffen sind.

Jahrzehntelange experimentelle Untersuchungen haben gezeigt, dass die morphologischen Merkmale der Kristallisation nicht nur Ausdruck von klinisch manifesten Krankheiten, sondern auch von Krankheitstendenzen sind. Die Blutkristallisation kann dem Arzt daher Erkenntnisse über Krankheitsprozesse und deren Frühstadien vermitteln. Das ist zum Beispiel von grosser Bedeutung bei der Karzinomentwicklung. Ausserdem hat sich die Methode bei der Überprüfung von therapeutischen Massnahmen bewährt.

Die Blutkristallisation fällt aus dem üblichen Rahmen der medizinisch-diagnostischen Methoden heraus, insofern sie kein Testverfahren im eigentlichen Sinne ist. Die Patienten werden nicht auf Krebs oder andere Krankheiten getestet. Das Ergebnis der Untersuchung ist nicht primär ein Hinweis auf klinisch manifeste körperliche Veränderungen im Sinne der pathologischen Anatomie für die es gute bildgebende Verfahren gibt. Das BKB ist in erster Linie ein bildhafter Ausdruck der Krankheitsdisposition und der Reaktionslage des Patienten auf der Ebene der Organfunktionen.

Wie ein Krankheitssymptom erst Bedeutung bekommt durch den Kontext, in dem es erscheint, so kann auch die Interpretation eines BKB um so sinnvoller erfolgen, je mehr es im Zusammenhang mit dem schon bekannten Krankheitsbild des Patienten (das der Arzt uns vermittelt) betrachtet wird. Die Erkenntnis dieses Zusammenhanges macht die Phänomene zum Bild, das Kristallisat zum Kristallisationsbild. Die Patientendaten helfen nicht zuletzt, den gefundenen Störungen die richtige Interpretationsorientierung zu geben, da verschiedene Krankheiten sich im Kristallisationsbild gleichartig ausdrücken können. Dabei sind wir uns der Gefahr des Hineininterpretierens als Folge der ärztlichen Mitteilung durchaus bewusst. Eine sinnvolle bildhafte Betrachtung und Charakterisierung der Gestik einer Kristallisation setzt aber voraus, dass man »im Bilde« über den Patienten ist. Daher führen wir normalerweise keine Blinduntersuchungen durch.

Wir sehen das BKB vor allem als Ergänzung zu den analytischen Befunden, weil es als Bild holistischer Natur ist, Funktionszusammenhänge des menschlichen Organismus und Frühstadien pathologischer Vorgänge sichtbar macht. Es kann als diagnostische Hilfe verwendet werden, stellt aber selber keine Diagnose dar. Diese ergibt sich erst aus dem Gesamtbild aller Befunde. Der Kristallisationsbefund allein kann niemals die Indikation zu einer konkreten therapeutischen Massnahme geben. Deswegen möchten und können wir keine therapeutische Empfehlungen geben.

Die Untersuchung wird nur auf Anordnung eines Arztes durchgeführt, und unsere Berichte gehen an den behandelnden Arzt, insofern dieser nicht nicht anders entscheidet.

 

Haijo Knijpenga, Dipl.-Chem.

Dr.med. Damian Quero

Laboratorium für Empfindliche Kristallisation

Hügelweg 64 - Postfach

CH-4143 Dornach 1

Fon +41-61-706 43 63

Fax +41-61-706 43 66

kristallisation(at)goetheanum.ch

Blutkristallisationsbild (© Laboratorium für empfindliche Kristallisation, Dornach)