HomeÜber UnsKontakt

16. Juni 2008

Goetheanum schreibt Forschungsstipendien aus

Zum Herbst 2008 vergibt das Goetheanum Forschungsstipendien für Studierende und bietet damit Gelegenheit, an den laufenden Studien innerhalb der Sektionen der Freien...


15. Juni 2008

Demokratisches Europa

Dialogabende in der Diplomatischen Akademie in Wien - 20. Juni 2008, 18.30 bis 22.00 Uhr; Grundeinkommen - ein Menschenrecht ...


12. Juni 2008

Mit Argumenten gegen Anthro- und Waldorf-Bashing

Walter Kugler bringt sein „Feindbild-Steiner“ - Buch neu heraus – Kritiker haben nicht wirklich ein Interesse an Sachlichkeit und Aufklärung...

Goetheanistische Methode

Der Ursprung liegt bei Goethe

Der Begriff Goetheanismus bezeichnet im Bereich der wissenschaftlichen Forschung eine methodische Ausrichtung, die an den naturwissenschaftlichen Arbeiten Johann Wolfgang von Goethes (1749-1832) anknüpft.

Sinnliche Wahrnehmung und Klarheit in der Begriffsbildung

Unter der goetheanistischen Erkenntnismethode versteht man den von Vorurteilen unbelasteten Umgang mit Naturphänomenen und Experimenten. Dazu gehört, dass die sinnliche Wahrnehmung der qualitativen Eigenschaften der Phänomene geübt und geschärft wird.

Eine Schulung unserer Erkenntnisfähigkeit bedeutet neben der Sinnestätigkeit auch Klarheit und Wirklichkeitsnähe bei der Begriffsbildung.

Wirklichkeit bedeutet auch Erkennen von Zusammenhängen. Die Analyse einer Ganzheit führt zur Zersplitterung und muss wieder zur Synthese geführt werden. In der ausgebreiteten Vielheit müssen wir die lebendige Einheit sehen lernen. Goethe nennt dies das Urphänomen oder den Typus. Die Einzelphänomene sind immer ein Ausdruck des Ganzen. Dies war der ganzheitliche Ansatz, den Goethe seinen Forschungen zu Grunde gelegt hat.

Durch Wahrnehmung und Begriffsbildung wird die Erkenntnis zum persönlichen Akt. Durch den objektiven Charakter des Denkens kann aber bei ernsthafter Arbeit die Suche nach den Zusammenhängen mehr und mehr objektiven Wert gewinnen.

Die Ergebnisse hängen von der Art der Betrachtung ab

Insbesondere berücksichtigte Goethe, dass die Ergebnisse einer Untersuchung von der Art der Betrachtung abhängen. Um etwas Angemessenes über einen Gegenstand zu erfahren, muss also die Art der Betrachtung von der Art des Gegenstandes abhängig gemacht werden.

In den Wissenschaften vom Organischen, also Botanik und Zoologie, kann man seine Methode "entwickelnd" nennen, es wird untersucht, wie ein Organ aus dem anderen hervorgeht. Durch gründliches Studium der Morphologie wird das typische z.B. der Pflanzen gefunden (Urpflanze), daraus muss sich die spezielle Pflanze entwickeln lassen. Handelt es sich bei Goethe in diesem Bereich also in erster Linie um eine Morphologie, so ist es aber auch hier durchaus möglich, seine Methode z.B. auf die Physiologie auszuweiten.