SEKEMs Boden- und Wasserlabor fördert Entwicklung in der Wüste

Im Januar 2009 entstand auf der Adleja Farm, 4km von der SEKEM Farm entfernt, das Boden- und Wasserlabor SEKEMs. Es soll wissenschaftliche Mittel bereitstellen, SEKEMs erfolgreichen Ansatz zur Begrünung der Wüste systematisch umzusetzen. Im Labor werden zum einen Versuche im Bereich der Mikrobiologie gemacht und zum anderen Boden-, Kompost- und Wasseranalysen ausgewertet.(...)
Derzeit werden Versuche durchgeführt, welche „Mischung“ der Mikroorganismen am geeignetsten für die Kompostbereitung ist. Andere Mikroorganismen werden vermehrt und als Biodünger an die bio-dynamisch arbeitenden Farmen verkauft. Diese Organismen haben die Möglichkeit, bestimmte Nährstoffe aus dem Boden oder der Luft den Pflanzen zur Verfügung zu stellen. Andere sind wiederum als nützliche, d.h. die Pflanzen schützende Helfer im Einsatz, die schädliche Mikroorganismen angreifen oder erst gar nicht entstehen lassen.
Im Analyselabor werden Bodenproben untersucht. Zum einen ist die physikalische, zum anderen die chemische Zusammensetzung für das Pflanzenwachstum wichtig. Mit den Ergebnissen kann dann beim Anbau gezielt Rücksicht auf Wachstum und Entwicklung genommen und Einseitigkeiten ausgeglichen werden.(...)
Im Wasserlabor werden Proben von allen Brunnen SEKEMs regelmäßig auf ihre Qualität überprüft. Steigt der Salzgehalt oder entstehen bakterielle Verunreinigungen, können Gegenmaßnahmen schnell eingeleitet werden. Seit 6 Monaten ist auch eine Messstation für Bodenfeuchtigkeit als Versuchsprojekt installiert. In der Tiefe der Wurzeln sind Messsonden angebracht, die aufzeichnen, wie viel Wasser der Boden derzeit speichert. Dadurch, dass der Wasserbedarf der verschiedenen Pflanzen in den unterschiedlichen Wachstumsphasen bekannt ist, kann nun die Bewässerung genau nach Bedarf gegeben werden. 30% Wasser kann so im Schnitt eingespart werden.
Derzeit werden auch Versuche zur Wasserentsalzung durchgeführt. In einer Wetterstation werden zudem Temperatur, Niederschlag und Windgeschwindigkeit gemessen und aufgezeichnet.
Quelle: SEKEM insight, 2009; Mariam Abouleish, Angela Hofmann
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