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20. Mai 2012

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Ist die Zeit reif für das bedingungslose Grundeinkommen?


19. Mai 2012

Freie Schulen durch Innovationen erfolgreich

Waldorfschulen kindgerechtes Lernen bescheinigt: Prof. Heiner Barz im ZEIT-Gespräch mit Bildungsökonom Prof. Manfred Weiß


18. Mai 2012

Der KarmaKonsum Gründer Award

Die Finalisten stehen fest!



    Terminankündigungen Juni 2012
    Fr, 01 Jun 2012 bis Sa, 30 Jun 2012
    50 Jahre vahs
    Sa, 02 Jun 2012
    Venustransit 2012
    Di, 05 Jun 2012 bis Mi, 06 Jun 2012




    150 Jahr Anthroposophie

    27. Februar, 2011




    Eine umfangreiche Übersicht anthroposophischer Veranstaltungen auf rudolf-steiner-2011.com und hier:

    anthroTermin

    Ernährungsimpuls

    Ernährung wirkt auf den ganzen Menschen, d.h. auf seinen Körper, seine Vitalität und seine seelisch-geistige Verfassung. Daher gab Rudolf Steiner schon in seinen frühen Vorträgen vor 100 Jahren Ernährungshinweise, nicht nur für den Esoteriker, sondern für alle Menschen. Mit der biologisch-dynamischen Landwirtschaft kam ein Bewusstsein nicht nur für die Auswahl der Lebensmittel wie Getreide oder Kartoffel, sondern auch für die Anbauqualität hinzu. Damit erfüllt diese Landbaumethode nicht nur einen Dienst an der Erde, sondern die erhaltenen Lebensmittel ergeben für den Menschen eine gesunde Nahrungsgrundlage.

    Die anthroposophische Ernährungsweise unterscheidet sich in verschiedenen Aspekten von anderen „alternativen“ Ernährungsformen wie der Vollwerternährung oder Trennkost. So hat sie nicht die naturwissenschaftliche Erkenntnisgrundlage, sondern sie erweitert die naturwissenschaftliche Ernährungslehre durch eine ganzheitliche Anschauung vom Menschen als ein körperlich-vitales und seelisch-geistiges Wesen. Daher benötigt der Mensch nicht nur Nährstoffe, sondern Impulse für seine Vitalität und seelisch-geistigen Bereiche durch die Nahrung. Es gibt es keine festgelegten Vorschriften zur die Verwendung bestimmter Lebensmittel für den einzelnen Menschen. Dies muss jeder selbst entscheiden.

    Die Verwendung der Lebensmittel ist von der jeweiligen Kultur und Landwirtschaft einer Region geprägt. So isst man in Asien anders als in Amerika, in Südeuropa anderes als in nordeuropäischen Ländern. So wäre das in Mittel- und Osteuropa populäre Roggenvollkornbrot in Südeuropa oder gar tropischen Ländern ganz ungewöhnlich und wahrscheinlich nicht sehr bekömmlich. In Amerika ist der Verzehr von Mais üblich, in Europa nur in geringem Maße. Hirse wird traditionell in Afrika viel gegessen, in Asien kaum. Daher kann Ernährung nicht global einheitlich sein, sondern gliedert sich nach den Bedürfnissen und der Kultur der Menschen wie auch des Klimas. Der anthroposophische Ernährungsimpuls ist daher frei in der konkreten Ernährungsempfehlung und berücksichtigt die kulturellen Besonderheiten.

     

    Die Anthroposophische Ernährung

    orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen des Menschen, hat also keine Ernährungsvorschriften. Sie entstand am Anfang des 20.Jh. als Erweiterung der naturwissenschaftlichen Ernährungslehre, und aus der Berücksichtigung nicht stofflicher Seinsebenen (Ätherischem, Geistigem). Anthroposophie heißt Weisheit vom Menschen, sie wurde von Rudolf Steiner (1861-1925) begründet. Die anthroposophische Ernährung basiert auf diesem Natur- und Menschenverständnis und ist allen Kulturen offen. Im Detail kann die Praxis der anthroposophischen Ernährung in den einzelnen Ländern und Kulturkreisen anders gestaltet sein.

     n der Anthroposophischen Ernährung werden außer Nähr- und Wirkstoffen auch Wachstums- und Reifekräfte (Bilde- und Vitalkräfte) der Lebensmittel als Qualitätsfaktoren mit einbezogen . Daraus leiten sich Ernährungs- und Qualitätsempfehlungen ab. Für die Ernährung sollten die Lebensmittel möglichst aus biologisch-dynamischem Anbau stammen. Bei der Verarbeitung ist es wichtig, dass die hohe landwirtschaftliche Qualität sich fortsetzt und den Bedürfnissen des Menschen entspricht. Die Lebensmittel sollten fair gehandelt werden (fair economy, assoziatives Wirtschaften).

    Zudem gibt es Empfehlungen, Rhythmen der Natur (Jahreszeiten)  und regionale Produkte einzubeziehen. Aufgrund des anthroposophischen Naturverständnisses werden Wirkungen von Lebensmitteln z.B. von Getreide und Kartoffeln beschrieben, die aber keine generelle Empfehlung für Verwendung oder Weglassen darstellen. Es kann durchaus ein Lebensmittel für einzelne Menschen geeignet sein, während es für andere ungünstig wäre.

    Diese Beurteilung beruht auf dem anthroposophischen Menschenverständnis. Hiernach wird der Mensch nicht nur als körperliches Wesen, sondern mit eigenständigen vitalen, psychischen und geistigen Bereichen gesehen. z.B. eine mögliche Differenzierung nach Konstitutionstypen (Temperamenten) oder die Einbeziehung von Körperrhythmen.

     Freie Nahrungswahl und Eigenverantwortung

    Die Anthroposophische Ernährung lässt den Menschen frei in seiner Nahrungswahl, setzt auf Erkenntnis (Aneignung von Ernährungswissen), Wahrnehmung der Essbedürfnisse (innere Zufriedenheit) und eigenverantwortliche Umsetzung (aktives Handeln). Dies erfordert geistiges Interesse und sensible Sinneswahrnehmungen bzw. deren Schulung von Kind an. In der Ernährungspraxis hat sich eine überwiegend ovo-laktovegetabile Ernährung mit wenig oder ohne Fleisch und Fisch bewährt. Als Grundnahrungsmittel werden die Getreidearten bevorzugt.

    Die Sinneswahrnehmungen „Ernährung durch die Sinne“ gelten als wichtige Komponenten der Ernährung. Eine bewusste Esskultur (regelmäßige Mahlzeiten, Ruhe, Essen in Gemeinschaft, gemütliche Tischatmosphäre) wird darüber hinaus als Teil der Anthroposophischen Ernährung verstanden.

    Sektionskreis Ernährung  Herbst 2006